Schulterschmerzen und Armschmerzen - so entstehen sie:
Überblick:
Im Wesentlichen entstehen Schulterschmerzen und Armschmerzen entweder einerseits durch eine Einwirkung von aussen - sei es im Beruf, Freizeit oder beim Sport wie auch im Strassenverkehr. Darunter sind vor allem auch Knochenbrüche an der Schulter ( Oberarmkopfbrüche, Schlüsselbeinbrüche, Schultereckgelenksprengungen ) infoge Unfällen zu fassen.
Andererseits kommen die Schulterschmerzen von innen zustande, d.h. durch eine erbliche Anlage, beispielsweise zum Verschleiss oder Defekten in der Rotatorenmanschette.
Eine weitere Ursache kann eine Überlastung darstellen, z.B. bei Sportarten wie Schwimmen, Baseball, Handball, Tennis, etc.
Schulter- und Armschmerzen müssen nicht aus der Schulter selbst kommen - auch wenn man diesen Eindruck hat. Es ist ebenso möglich, dass insbesondere Armschmerzen durch Probleme an der Halswirbelsäule ( Verschleiss, Bandscheibenvorfall, u.ä. ) entstehen. Auch andere Körperregionen wie die Lungenspitze ( bei Tumoren ), Entzündungen der Gallenblase ( Schulterschmerzen, rechts ) oder Herzerkrankungen ( vorwiegend linke Schulter ) können Schulterschmerzen und Armschmerzen verursachen.
Schmerzregion
Es gibt vielfältige Ursachen, die zu Schmerzen an der Schulter und Armschmerzen führen. Recht charakteristisch ist, dass der Schmerzgeplagte seine Pein häufig nicht in der Schulter selbst empfindet. Es ist typisch für Schulterschmerzen, dass sie sich projizieren, d.h in eine benachbarte Gegend ausstrahlen. Am häufigsten wird deshalb bei Schulterproblemen der Schmerz im oberen Anteil des Oberarmes ( etwas aussen ) empfunden, manchmal im Nackenbereich. Der Schulterschmerzpatient zeigt immer wieder auf das obere Oberarmdrittel und ist oft fest davon überzeugt, dass mit seinem Arm etwas nicht in Ordnung sei und er eine Erkrankung des Oberarmes habe, obwohl die Schulter betroffen ist.
Tageszeit
Bestehen Nachtschmerzen so ist das vielfach ein Hinweis darauf, daß Strukturen zerstört sind. Solche Patienten beschreiben einen Schmerz der regelmässig dann auftritt, wenn sie sich auf die betroffene Schulter drehen - in dem Moment erwachen sie aus dem Schlaf, wegen der Schmerzen. Typische Erkrankungsbilder bei denen solche Nachtschmerzen auftreten sind Rotatorenmanschettenrisse, Schultersteifen oder auch Kalkablagerungen.
Witterung
Besteht eine Wetterempfindlichkeit, so dass der Schmerz bei feuchter und kalter Witterung ( Herbst und Winter ) zunimmt, dann kann das auf einen Verschleiss ( Omarthrose ) hindeuten. Ein Knacken und / oder Reiben in der Schulter ist ebenso hinweisend auf einen entsprechenden Abrieb im Hauptgelenk der Schulter.
Bewegungen
Viele Patienten berichten über Probleme, wenn sie bestimmte Bewegungen ausführen. Handelt es sich dabei um Bewegungen in oder über Schulterhöhe ( Fenster putzen, Wäsche aufhängen, Jacke anziehen, Fönen, Haare waschen unter der Dusche, u.ä. ), ist dass ein Hinweis für ein Problem unter dem Schulterdach - es kann ein sog. Impingementsyndrom vorliegen.
Begleitprobleme
Stehen die Schmerzen überhaupt nicht im Vordergrund, sondern eine zunehmende Einsteifung der Schulter, dann kann es sich um eine Schultersteife handeln. Eine Einsteifung des Schultergelenkes kann zu einer deutlichen Behinderung bei alltäglichen Verrichtungen führen. Auch die Schultersteife ist nicht selten mit Schmerzen vergesellschaftet sein. D.h. man findet ein Kombinationsbild vor. Einerseits kann sich zuerst eine Schultersteife entwickeln und Schulterschmerzen nach sich ziehen. Andererseits besteht nicht selten zuvor eine andere Erkrankung, wie ein Impingement, Rotatorenmanschettenriss, Verschleiss oder Kalkablagerung und diese Schultererkrankung zieht, bedingt durch ein wochen- und monatelange Schonhaltung des betroffenen ein Einsteifung / Bewegungseinschränkung der Schulter nach sich.
Fieber, Schüttelfrost, klopfende Nachtschmerzen sind bei Schulterinfektionen selten. Infektionen der Schulter verlaufen tückisch, weil oft nur unterschwellige Schmerzen vorliegen.
Entsteht plötzlich eine "Beule" am Oberarm, evtl. mit Schmerzen und einem Bluterguss, dann kann es sich um einen Riss der langen Bizepssehne handeln.
Sport
Manche Sportler beschreiben einen phasenweise unterschiedlich starken Schmerz, der regelmässig mit einem Schnapphänomen, Klicken o.ä. Geräusch einhergeht. Charakteristisch ist , das bei den Betroffenen eine Vorgeschichte mit einer langjährig betriebenen Überkopfsportart vorliegt ( Handball, Crowlschwimmen, Volleyball, Basketball, usw. ). Dabei kann es sich um Instabilitäten oder SLAP Läsionen mit einem Abriss der Knorpellippe an der Pfanne handeln. Meistens ist der Schmerz eher dumpf und tritt häufig unter Bewegungen - nicht in Ruhe - auf.
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