Untersuchung der Schulter

 
Die Analyse der Schulterprobleme setzt sich aus mehreren Schritten zusammen:
1. Der Befragung und Schilderung Ihrer Probleme
2. Der eigentlichen körperlichen Untersuchung, inklusive Schulterspezialtests.
3. Der Anforderung bildgebender Verfahren ( Ultraschall, Röntgenbilder, u.a. )
Zunächst bekommen Sie Gelegenheit Ihre Probleme, die Sie an der Schulter quälen, zu schildern. Wichtig sind hier Angaben, seit wann, wielange und wie oft beispielsweise Schmerzen auftreten. Ob das Auftreten der Schmerzen bei bestimmten Bewegungen vonstatten geht oder, ob eine tageszeitliche Abhängigkeit vorliegt ( beispielsweise: häufige Nachtschmerzen ). Sind Ihre Schulterschmerzen bisher völlig im Unklaren geblieben, können Sie Ihrem Arzt wertvolle Hinweise geben, wenn Sie auch einmal über Erkrankungen der Organe / Strukturen in der Nachbarschaft der Schulter nachdenken ( liegt ein Verschleiss an der Halswirbelsäule vor ? Sind Erkrankungen an Herz, Lunge, Gallenblase, o.ä. bekannt ? )
Danach wird Sie Ihr Arzt gezielt zu Ihren Problemen nochmal befragen und in die Tiefe gehen.
Der Schilderung und Befragung schliesst sich eine körperliche Untersuchung an. Man wird sich einen Überblick der Bewegungsfähigkeit Ihrer Schulter verschaffen und problembezogene gezielte Tests der Schulter durchführen. Manch ein Laie bezeichnet das u.U. als "Arm verdrehen". In aller Regel geht das sanft und schonend vonstatten und es gibt Ihrem Behandler sehr wertvolle Hinweise. Es existieren zahllose Tests um die Schulter untersuchen zu können.
Zur Diagnostik von Rotatorenmanschettenrissen werden Verfahren wie der Empty Can Test, Full Can Test, der Painful Arc, der Yokum und Patte Test wie auch Whipple Test und ein Teil der sog. Lag zeichen verwandt, uvm.
Impingementsyndrome erfasst man z.B. mit den Impingementtesten nach Neer oder Hawkins Kennedy als auch mit dem Jobe Test.
Zur Diagnostik von Verschleisserscheinungen am Schultereckgelenk dienen der Cross Over Test, der Painful Arc wie auch der Paxios- und Extensions Widerstandtest und der O´Brien Test.
Zur weiteren körperlichen Untersuchung ist regelmässig auch eine Untersuchung der Nachbarorgane / -strukturen notwendig, das diese in die Schulter ausstrahlen können ( beispielsweise die Halswirbelsäule ).
Nach der Durchführung der o.g. ersten beiden Schritte der Schulteruntersuchung wird zu entscheiden sein, ob eine weiterführende apparative Diagnostik, wie Ultraschall oder Röntgen - bzw. mehr - notwendig sein wird. Oft sind bereits Schichtbilder, wie z.B. Kernspintomogramme angefertigt worden. Diese gilt es auszuwerten und gemeinsam zu besprechen.
 
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