Die synoviale Chondromatose
Das Wort „synoviale Chondromatose“
hört sich für den Laien ausgesprochen kompliziert an. Letztendlich
bedeutet es, dass sich Zellen der Gelenkschleimhaut – welche die Schulter
innen auskleidet – umbauen in Knorpelzellen. Es ist eine sehr seltene
Erkrankung, die auch in Schulterspezialambulanzen in unter 1% der Fälle
gesehen wird.
Man unterscheidet eine primäre Form von einer sekundären Form. Die
Ursache der primären synovialen Chondromatose ist unklar und es handelt
sich um eine eigenständige Erkrankung. Die sekundäre synoviale Chondromatose
wird nicht oft, aber etwas häufiger als die primäre Form, bei Verschleisserkrankungen
der Schulter ( siehe auch Omarthrose ) angetroffen.
In der Regel wird die Erkrankung zufällig entdeckt. Die Betroffenen haben meistens wenig bis keine Probleme an der Schulter. Im fortgeschrittenen Stadium können Schulterschmerzen, Reibegeräusche oder eine Schwellung auftreten.
Frühe Stadien sind am ehesten mittels der Kernspintomographie zu erfassen. Oft treffen die Patienten mit Röntgenbildern in der Sprechstunde ein, weil eine grosse Kalkablagerung in der Schulterregion gesichtet wurde.
Die oft zahlreich vorhandenen freien Gelenkkörper und die Entzündung liegen meistens im Schultergelenk, sie können aber auch ausserhalb vorhanden sein. Dann gehen die Veränderungen von der Bizepssehnenscheide aus oder liegen zum Beispiel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach ( im sog. subakromialen Raum ).
Ein freier Gelenkkörper wird arthroskopisch entfernt.
Grundsaetzlich bestehen zwei Probleme: 1. die freien Gelenkkörper führen zu einem Abrieb des Knorpels im Schultergelenk und zerstören es, so dass im Spätstadium wegen der erheblichen Schmerzen und Verschleiss ein künstliches Schultergelenk notwendig wird. 2. in der medizinischen Fachliteratur sind mehrere Fälle beschrieben, die zu einer bösartigen Entartung der Knorpelzellen geführt haben.
Aus diesem Grund ist die Therapie in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle operativ. Liegen die Veränderungen im Schultergelenk, operiert man endoskopisch und entfernt die freien Gelenkkörper, trägt die veränderte Gelenkschleimhaut ab und macht eine Bestandsaufnahme der Gelenkknorpelsituation bzw. behandelt den Knorpelabrieb, soweit dann noch möglich. Liegen die Veränderungen ausserhalb des Schultergelenkes in dessen Weichteilen, wird die Operation über einen offenen Zugang vorgenommen.
Die synoviale Chondromatose findet sich nicht nur an den Schultern, sie kann auch an anderen Gelenken des Körpers auftreten.
Die freien Gelenkkörper der Chondromatose zerstören, durch Abrieb, das Schulterhauptgelenk. Auf der Schulterpfanne und Oberarmkopf ist die Knorpelfläche fast vollständig abgerieben.
Sie finden uns hier
Unsere weiteren Themen rund um die Schulter:
Schultererkrankungen ( deutsch ): http://www.schulterinfo.de , http://www.schulter.info
Schultererkrankungen ( englisch ): http://www.shoulderinformation.com
Schulterprothesen: http://www.schulterprothesen.net , http://www.schulterprothesen.com , http://www.shoulderprosthesis.com , http://www.prothesenatlas.de
Schultersteife: http://www.schultersteife.de
Schulterspezialisten: http://www.schulterspezialisten.de
Schulteruntersuchung: http://www.schulteruntersuchung.de
Schultervideos: http://www.schultervideo.de
