Schulter und Sport
Schulterverletzungen und Schultererkrankungen
Wir erläutern hier sportartspezifische Verletzungen, Probleme und Erkrankungen. Sie können, unten, zunächst die allgemeinen Ausführungen lesen oder wählen Sie eine Sportart:
Allgemeines:
Man geht davon aus, dass sich in Deutschland pro Jahr etwa 1,5 bis 2 Millionen Sportunfälle ereignen. Damit machen Sportunfälle etwa 25 bis 30% aller Unfälle aus. Nach den unteren Extremitäten ist die Schulterarmregion mit 21,7% am zweithäufigsten betroffen. Isolierte Schulterverletzungen machen etwa 7% aus, d.h. jährlich etwa 150.000 Schulterverletzungen in der BRD.
Schulterprobleme und -verletzungen können bei zahllosen Sportarten auftreten: in erster Linie handelt es sich dabei um "Überkopfsportarten" und hierunter sind Disziplinen wie Kontaktsportarten besonders prädestiniert. Ein ganz typisches Beispiel ist der Handballsport.
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers, d.h. das Gelenk mit den grössten Bewegungsausschlägen bzw. der grössten Bewegungsfreiheit. Gleichzeitig ist die Schulter ( anatomisch ) ausgesprochen komplex aufgebaut. Das Alles wiederum macht sie bei zahlreichen Sportarten ausgesprochen anfällig ! Es können knöcherne Schäden, wie Brüche des Oberarmes oder des Schlüsselbeines beim Sport entstehen. Viel typischer aber sind Verletzungen der Schulterstabilisatoren, und zwar der Sehnen, Muskeln und Bänder. Im übertragenen Sinne kann man die Knorpellippe ( Labrum, Limbus ) der Schulterpfanne als den "Meniskus" der Schulter betrachten. Die Knorpellippe kann vorne ausreissen und zu Schulterausrenkungen führen. Sie kann selten hinten ausreissen und zu Ausrenkungen i.d. Gegenrichtung, also nach hinten führen. Reisst sie oben ab, so entstehen sog. SLAP Läsionen. Sie sind für den Patienten ausgesprochen tückisch, das solche Verletzungen uncharkateristische Probleme bereiten ( Schulterschmerzen, Klicken oder Schnappen ). Oft werden sie monatelang nicht erkannt, da sie mit konventionellen Methoden, wie dem Röntgen, Ultraschall oder dem CT oder Kernspintomogramm praktisch kaum sichtbar zu machen sind.
Die mit weitem Abstand häufigsten Probleme an der Schulter, im Zusammenhang mit sportlicher Betätigung, entstehen durch Überlastung oder falsche Techniken. So entstehen zahllose Zerrungen an Muskeln und Sehnen. Gerade an der Schulter sind derartige Zerrungen dadurch gekennzeichnet, dass sie - im Gegensatz zu manch anderem Gelenk des Körpers - u.U. sehr lange dauern und chronisch werden können.
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